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LA MARIA / Matrioska Bellinzona
Ein ungewöhnliches, performatives Konzert aus dem Tessin, das weit über reine Musik hinausgeht. «Maybe a concert» ist eine crazy Show und eine Reise, die Musik wie einen kontinuierlich fliessenden Strom begreift und versucht, über die Grenzen der einzelnen Lieder und über das, was sie repräsentieren, hinauszugehen. In der Inszenierung gehen Songs, mehrsprachige Erzählungen und Performance ineinander über. Die Hierarchie der Sprachen wird neu gemischt. Aus einem freien Spiel mit verschiedenen Genres und Stilen entsteht ein hybrides, ästhetisches Universum, das sich aus der mexikanischen Folkloretradition, dem Varieté sowie aus Western- und Popuniversen speist. Die Tessiner Künstlerin mit mexikanischen Wurzeln morpht sich sängerisch und kostümtechnisch von der Mariachi-Musikerin in Stilettos zum Cowgirl in Pailletten. Doch hinter der schillernden Fassade lauern Widersprüche und Hoffnungen. Ironisch formulieren die Performer:innen daraus ihre Forderung nach einer Unabhängigkeit der künstlerischen Identität von politischen oder emotionalen Identitäten. Sie reflektieren, ob dies in einem Kontext des ständigen Kompromisses zwischen Gewalt und Sicherheit, Kontrolle und Freiheit überhaupt möglich ist.
In dieser 2021 in Kollaboration mit dem Teatro Sociale Bellinzona kreierten Show bringt die Sängerin und Performerin Raissa Avilés Künstler:innen zusammen, mit denen sie sonst in separierten Sphären von Musik und Theater arbeitet. Dabei lässt sie die verschiedenen Stationen ihrer eigenen Suche nach einer persönlichen und aufrichtigen, künstlerischen Sprache revue passieren. So wird das von Raul Vargas Torres inszenierte Konzert auch zu einer Gelegenheit, mit der stimmlichen Flexibilität zu experimentieren, welche die Tessiner Performerin im Dialog mit dem darstellenden Körper ausmacht. Manchmal sucht sie auch Räume für Experimente und manchmal Momente extremer und entwaffnender Einfachheit.
Genauso wie Bühne und Kostüme (Rocco Schira) verwenden die meist originalen Songs von Raissa Avilés und Balazs Varnai Elemente aus Folklore, Hindi und Jazz, sowie einem augenzwinkernden Barock. Verschmolzen wird schliesslich alles durch Arrangements mit Klavier, Rodes und dem elektronischen Keyboard von Alix Logiaco.
Von: LA MARIA
Mit: Raissa Avilés, Rocco Schira, Alix Logiaco
Autorin: Raissa Avilés
Konzept: Raissa Avilés
Regie: Raul Vargas Torres
Bühne: Rocco Schira
Kostüme: Rocco Schira
Musik: Raissa Avilés, Balazs Varnai, others
Licht: Marzio Picchetti
Ton: Fabio Martino
Produktionsleitung & Diffusion: ZONA'B
Produktion: Matrioska Bellinzona
Koproduktion: "in collaboration with" Teatro Sociale Bellinzona
Förderung: Repubblica e Cantone Ticino DECS - Fondo Swisslos, Fondazione Claudia Lombardi per il Teatro, Martino Avilés Architetto, fondazione fidinam, Ernst Göhner Stiftung
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